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19. DEGA-Symposium - Save the date

„Anerkannte Regeln der Technik in Bau- und Raumakustik“


Das 19. DEGA-Symposium findet am 17.11. und 18.11.2026 in Berlin statt. Der genaue Veranstaltungsort wird aktuell abgestimmt. 

Das Symposium im Jahr 2026 dient dazu, einige grundlegende Themen in der Bau- aber auch der Raumakustik zu beleuchten. Im Wohnungsbau wird nach wie vor das notwendige und sinnvolle Schallschutzniveau diskutiert. Diese Diskussionen reichen dabei weit über die Beteiligten in der Akustik hinaus, beschäftigen regelmäßig auch Gerichte bis hin zum Bundesgerichtshof und andere am Bau beteiligte Parteien wie Bauträger, Investoren, Käufer, Hersteller, Lieferanten etc. In der Raumakustik sind die Grundlagen längst geklärt, aber die pragmatische Umsetzung fehlt in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens, wie in Schulen, Kindertagesstätten, Senioreneinrichtungen, Restaurants, Sporthallen etc.

Das diesjährige DEGA-Symposium richtet seinen Fokus auf die Beurteilung, Bewertung und Einordnung von Planungszielen in der Bau- und Raumakustik sowie deren Umsetzung. Auch wenn aus technisch-planerischer Sicht vieles theoretisch wie auch in der Planungs- und Baupraxis lange klar ist, stellt sich immer wieder die Frage nach der Akzeptanz und transparenten Beschreibung der Akustik in Gebäuden und Räumen.

In der Bauakustik bzw. zum Schallschutz werden regelmäßig Gerichte bemüht, um einfache Fragen aus der Akustik zu klären. Diskretion, Privatheit wie auch Vertraulichkeit im Wohnungsbau sind vermeintlich bessere Ansätze als Mindestanforderungen und die Vermeidung von unzumutbaren Belästigungen. Schulen unterliegen nicht erst seit der Pandemie großen Wandlungen, die sich letztlich auch in der Gestaltung von Gebäuden und Räumen niederschlagen. Es ist bemerkenswert, dass die Planung und Umsetzung von guter Hörsamkeit in Räumen im Jahr 2026 nach wie vor häufig dem Zufall überlassen werden, während viele andere Bereiche des täglichen Lebens vollkommen überreguliert sind.

Aktuell werden Neufassungen der DIN 4109, Teil 1 “Schallschutz im Hochbau: Mindestanforderungen” wie auch der DIN 18041 “Hörsamkeit in Räumen” vorbereitet. Gegebenenfalls werden die zugehörigen Entwürfe auf dem Symposium vorgestellt werden können. Zumindest der dann erreichte Arbeitsstand wird dann Thema werden. Vor dem Hintergrund eines “Bau-Turbos”, der bislang nicht in Richtung Bildungsmisere gezündet wurde, oder auch eines nahenden Gebäudetyps E, wo immer wieder der Schallschutz als angeblicher Kostentreiber benannt wird, ist eine fachlich fundierte Aufklärung dringend notwendig. Hierzu soll das 19. DEGA-Symposium Leitschnur und Orientierung geben.

Sowohl in der Bau- als auch der Raumakustik ist die subjektive Wahrnehmung von Geräuschen ein wichtiger Aspekt, der in einer auf die Menschen ausgerichteten Planung und Umsetzung von Gebäuden und Räumen stets zu beachten ist. Das Symposium verbindet Theorie und Anwendung sowie Praxis und Forschung. Angewandte Theorien sowie praxisorientierte Forschung zu verknüpfen und einen Austausch zu erreichen, ist Ziel des Symposiums. Der gesellige Austausch soll ganz im Wortsinn eines Symposions im Vordergrund stehen.

Verantwortlich für das Programm ist der Fachausschuss Bau- und Raumakustik der DEGA (Koordination: Christian Nocke) in Zusammenarbeit mit dem Fachausschuss Lärm: Wirkungen und Schutz und dem Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD)