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9. DEGA-Symposium "Soundscape": Vortragsfolien verfügbar

Unter dem Titel "Soundscape - Akustische Gestaltung von Umgebungen nach neuen Standards" fand am
Freitag, den 2. Oktober 2015 das 9. DEGA-Symposium in Berlin statt.

Programm: siehe Faltblatt (PDF, 200 kB)

Folien der Vorträge (PDF, werden auf Anfrage zugeschickt, bitte kontaktieren Sie hierzu dega@dega-akustik.de):

  • Brigitte Schulte-Fortkamp: Internationale Standardisierung von Soundscape - ISO-Standard 12913-1 und 12913-2 (1.1 MB)
  • Klaus Genuit: Bedeutung der Psychoakustik für Untersuchungen im Soundscape (3.8 MB)
  • André Fiebig: Individuelle Strategien zur Bewertung von akustischen Umgebungen (1.7 MB)
  • Thomas Myck: Die Lärmsituation in Deutschland nach der Umgebungslärmrichtlinie (1.6 MB)
  • Philipp Geiger: Verknüpfung der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung mit der Lärmkartierung des Landes Berlin (1.2 MB)
  • Jochen Steffens: Neue Einsichten in die Evaluation von Soundscapes - Die ESM-Methode (0.5 MB)
  • Irene van Kamp: Soundscape and Human Restoration in Green Urban Areas (2.2 MB)
  • Holger Sauer: Der Operationsbereich - eine Soundscape-Herausforderung im Gesundheitswesen (4.9 MB)


Zusammenfassung:

Umgebungslärmrichtlinie, Lärmkarten und Lärmaktionspläne bewegen seit 2002 die traditionelle Lärmschutzpolitik. Trotzdem können Prognosen über die Schallbelastung immer noch die tatsächliche Belastung durch Schall und ihre Ursachen verfehlen. Die Erfahrung der Bürgerinnen und Bürger soll in den Aktionsplänen zur Umgebungslärmrichtlinie zu einem weiteren Bewertungskriterium für die Belastung durch Geräusche werden. Die Frage ist, in welcher Weise dieser Zielsetzung Rechnung getragen werden kann.

Die Soundscapeforschung stellt die Wahrnehmung von Schallereignissen in Umgebungen in den Mittelpunkt (ISO Standard 12913-1). Soundscapeverfahren – angewandt auf den Bereich des Lärmschutzes – zielen auf die Expertise der Betroffenen, binden deren Erfahrung als Strukturelement in den Bewertungs- und Planungsprozess ein, in der Regel gekoppelt mit psychoakustischen Analysen. Dabei sind kleinräumige Untersuchungen vorrangig effektiv, weil sie die Veränderung der belasteten Umgebung ebenso mit einbeziehen wie die Vorschläge der Beteiligten. Soundscapeverfahren sind kontextsensitiv; Bewertungen und Erhebungen werden immer an die reale Situation und die entsprechende Wahrnehmung gebunden. Die enorme Bedeutung derartiger akustisch ökologischer Studien und Vorgehensweisen für eine erfolgreiche Lärmschutzpolitik werden in diesem Symposium erörtert.

Verantwortlich für das Programm ist der Vorstand der DEGA (Koordination: Brigitte Schulte-Fortkamp und Klaus Genuit).