Wie wir hören!
Das Gehör ist immer „angeschaltet“ und nimmt alle Geräusche um sich
herum stets wahr. Beim Hören gelangen Schallwellen an das Ohr, die die
Ohrmuschel auffängt. Diese werden dann durch den Gehörgang zum
Trommelfell geleitet, das als akustischer Druckempfänger fungiert. Das
Trommelfell wird durch den Schall in Schwingungen versetzt, die von den
winzig kleinen Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel)
aufgenommen und über das ovale Fenster zum Innenohr, das aus der mit
Flüssigkeit gefüllten Hörschnecke (Cochlea) und dem Gleichgewichtsorgan
(Vestibularorgan) besteht, übertragen werden. Durch die Energie der
Schallwellen kommt es zur Bewegung der Flüssigkeit in der
Gehörschnecke.
Innerhalb der Cochlea gibt es das so genannte Cortische Organ, das sich
auf der Basilarmembran befindet. Es enthält die eigentlichen
Rezeptoren, die Haarzellen, die in Reihen angeordnet sind. Die ca.
20.000 hochempfindlichen Haarzellen können die durch die Flüssigkeit
wandernden Wellen wahrnehmen und sie in elektrische Impulse umwandeln.
Diese werden wiederum von den Fasern des Hörnervs, die mit den
Haarzellen gekoppelt sind, aufgenommen und zur Hirnrinde geleitet. Erst
dort findet eine Verarbeitung und Auswertung der Impulse statt, so dass
diese als Geräusche wahrgenommen werden. Jetzt erst hört der
Mensch.