Was wir hören!
Das menschliche Ohr nimmt Druckschwankungen in der Luft als
Geräusche wahr. Das Lautstärkeempfinden ist dabei sowohl vom
Schalldruck als auch von der Frequenz abhängig. Ein menschliches Gehör
kann Frequenzbereiche zwischen ca. 16 und 20.000 Hertz verarbeiten und
hören. Mit dem Alter geht die obere Grenze jedoch deutlich zurück, d.h.
hohe Töne können nicht mehr wahrgenommen werden. Beim Schalldruckpegel
wird der Wahrnehmungsbereich des menschlichen Gehörs als „Hörfeld“
bezeichnet. Der kleinste, noch hörbare Schalldruck („Hörschwelle“) ist
die Lautstärke, bei der ein Ton von 1 kHz gerade noch wahrgenommen
werden kann. Der Schalldruck p beträgt dann ca. 0,00002 Pa. Bei der
oberen Hörgrenze spricht man von der „Schmerzgrenze“, da der
Schalldruck so hoch ist (p ≈ 20 Pa), dass es bereits schmerzt. Das Ohr
kann also eine große Spanne von Schalldrücken verarbeiten, so dass das
Hörfeld eines menschlichen Gehörs ungefähr zwischen 0 und 120 Dezibel
liegt. In welchem Bereich dabei verschiedene Geräusche einzuordnen
sind, zeigt das so genannte „Lärmometer“.
Die Hörschwelle ist nicht nur vom Schalldruck, sondern auch von der
Frequenz des Schalls abhängig, weil das Geräusch je nach Frequenz
unterschiedlich stark an das Innenohr weitergeleitet wird. Zur
Wahrnehmung sehr tiefer und sehr hoher Töne ist ein deutlich höherer
Schalldruck nötig als für Töne im mittleren Frequenzbereich. Die
höchste Empfindlichkeit der Ohren wird im Frequenzbereich der
menschlichen Sprache erreicht, die zwischen 500 und 5000 Hertz
liegen.