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5. DEGA-Symposium "E-Mobilität & Akustik": Vortragsfolien verfügbar

by mklemenz — last modified 2012-01-26 15:19

am Freitag, den 21. Oktober 2011 in Stuttgart


Das 5. DEGA-Symposium fand am 21. Oktober 2011 in der Aula der Hochschule für Technik Stuttgart statt. Mit mehr als 150 Teilnehmer(innen) war die Veranstaltung sehr erfolgreich. Informationen zum Programm enthält das folgende Faltblatt (PDF, 360 kB).


Folien der Vorträge (PDF, bisher zur Verfügung gestellt):


Zusammenfassung:
Das Thema "E-Mobilität" wird immer intensiver diskutiert, allerdings bislang stark unter technischen Aspekten wie Reichweite, Energieversorgung oder Sicherheit. Die Fragen hinsichtlich der Akustik werden noch sehr wenig beachtet. Dabei bietet das Elektrofahrzeug umfangreiche Anlässe, auch über die Akustik nachzudenken. Nach 125 Jahren kontinuierlicher Entwicklungen bezüglich des Verbrennungsmotors steht nun ein Paradigmenwechsel an: Was ist der neue Sound des Innen- wie auch Außengeräusches eines E-Fahrzeuges? Hier ist visionäres Denken auf interdisziplinärer Ebene gefragt, um Antworten auf diese akustischen und insbesondere psychoakustischen Herausforderungen zu finden. Ist es sinnvoll, den neuen Antrieb akustisch so zu gestalten, dass er Erinnerungen an den bekannten Sound gewährleistet oder brauchen wir einen neuen, authentischen Sound des E-Antriebes?

Ein E-Antrieb ist zunächst akustisch gekennzeichnet durch ein kaum wahrnehmbares Surren, Pfeifen und Heulen. Gegenüber einem Antrieb mit Verbrennungsmotor ist er also deutlich leiser. Das bedeutet einerseits, dass im Inneren eines E-Fahrzeugs eine akustische Maskierung entfällt und bislang weniger relevante Geräuschbeiträge wie Reifen/Fahrbahn-, Wind- und Hilfsaggregategeräusche wahrnehmbar werden und andererseits neue Klänge und Störgeräusche sich präsentieren.

Ferner entsteht eine signifikante Reduzierung des Straßenverkehrslärms, was einerseits sehr zu begrüßen ist; andererseits birgt diese Entwicklung aber auch Gefahren: E-Fahrzeuge sind bei langsamen Geschwindigkeiten so leise, dass sie von Passanten und insbesondere von sehbehinderten Personen akustisch kaum wahrgenommen werden. Von daher kommt die Forderung nach elektroakustisch erzeugten Warnsignalen, sobald das E-Fahrzeug eine Mindestgeschwindigkeit unterschreitet. Hier ist wiederum die Psychoakustik gefragt, Warnsignale so zu gestalten, dass sie für Passanten wahrnehmbar und lokalisierbar sind und dennoch angenehm klingen.

Verantwortlich für das Programm war der Vorstand der DEGA zusammen mit den Fachausschüssen Fahrzeugakustik, Hörakustik, Lärm - Wirkungen und Schutz und dem Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD).
(Koordination: Klaus Genuit)

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